Die Volvo Kilometerkönige

Beim Autokauf ist die Laufleistung oft ein grosses Thema. Sie gilt als Indikator für den Zustand des Wagens sowie für den Verschleiss der mechanischen (und auch elektronischen) Teile des Autos. Aber: Ein Auto mit vielen Laufkilometern ist nicht grundsätzlich nicht mehr fit. Wir zeigen Ihnen das wohl berühmteste Beispiel  des Volvo P1800, der doch schon den einen oder anderen Kilometer hinter sich gebracht hat.

Auch heute noch gilt der Vorgänger des Volvo V90 – das Modell V70 – als der klassische Dauerläufer, den niemand zu schlagen vermag. Er führt das Ranking der Kilometerkönige immer wieder an. Fast 82% aller in 2015 in Deutschland angebotenen V70 haben mehr als 200’000 km hinter sich. Der Kilometer-Durchschnitt lag bei 263.139 km – keiner schlägt uns in Sachen Laufkilometer-Rekorden! Auch das Modell Volvo 850 ist praktisch unkaputtbar. Er gilt als Klassiker unter den Kombis und ist einer der beliebtesten Familienkutschen auf dem Markt.

Volvo P1800 stellt ständig Rekorde auf

Aber nicht nur unsere Klassiker unter den Kombis bringen es weit: Der Amerikaner Irv Gordon hat im Jahr 1966 einen Volvo P1800 gekauft. Das gleiche Modell, in dem Roger Moore als Verbrecherjäger und Detektiv Simon Templar herumfuhr, bevor Roger Moore als James Bond bekannt wurde. Das Coupé mit dem 1.8 Liter-Benzinmotor hat inzwischen unglaubliche drei Millionen Meilen (4,8 Millionen Kilometer) auf dem Buckel. Das Auto fährt noch immer mit dem ersten Getriebe, dem ersten Radio und den originalen Achsen von anno dazumal.

Die Geschichte des P1800 begann bereits Anfang 1960. Damals präsentierte Volvo auf der Weltausstellung in Brüssel sein schönstes Sportcoupé. Dem Wagen sah man schnell an, dass er anders war. Er war als Coupé eigentlich der Ausbrecher in der Volvo-Familie voller eher klassisch kantigen Kombis.

Nordisches Herz mit italienischem Design

Der Wagen sollte als Türöffner für den Markt in Amerika dienen. In den USA wurde das Modell also kräftig beworben. In Anzeigen gleich direkt neben Ferrari und Maserati, obwohl der Schwede nur einen Viertel der beiden Konkurrenten kostete. Mit einem 1,8-Liter-Motor brachte er eine Leistung von 96 PS. Seine Höchstgeschwindigkeit lag bei 175 km/h. Er war sportlich und frech: Ein spritziger Motor gepaart mit einem unverschämt guten Design. Das Auto wurde vom schwedischen Industriezeichner Petterson entworfen, als er beim italienischen Autodesigner Frua in Turin angestellt war. Die Motorhaube war auffällig lang, das Heckfenster fliesst gegen den Kofferraum – alles in allem: Das Auto wirkt sowohl sportlich als auch elegant und ähnelt den Maseratis und Ferraris vergangener Zeit. Kein Wunder also, dass der P1800 zum Erfolg wurde.

Den ersten Imageschub erlebte das Coupé als Carl Gustaf, der damals 18 jährige Königsanwärter, als erstes Auto den Volvo P1800 fuhr.  Doch der Sportwagen wurde nicht nur aufgrund seiner Langlebigkeit, sondern auch wegen seiner Sicherheitsinnovationen berühmt. So verfügte das Auto als erstes Sportcoupé über einen Drei-Punkte-Sicherheitsgurt für alle vier Insassen. Volvo Deutschland demonstrierte damals die Stabilität der Gurten in einer spektakulären Show über dem Hamburger Hafen. Ein Stuntman setzte sich in das Coupé, welches anschliessend über dem Hafen schwebte, gehalten allein von Volvo Dreipunkt-Sicherheitsgurten.

Und dann ist da eben noch Irv Gordon: Schon 1998 trägt er sich zum ersten Mal in das Guinnessbuch der Rekorde ein, als er mit 1,69 Millionen Meilen (das sind ungefähr 2,7 Millionen Kilometer) die längste  Strecke zurückgelegt hatte, die je ein einzelner Autobesitzer mit einem privaten Fahrzeug gefahren hatte.

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