Auf den schönsten Passstrassen durch die Zentralschweiz

Nachdem wir im letzten Beitrag den Osten und Südosten der Schweiz erkundet haben, fahren wir diesmal weiter Richtung Westen und halten uns dabei stets an kurvenreiche und landschaftlich abwechslungsreiche Passstrassen, die atemberaubende Panoramen mit Fahrgenuss verbinden.

Furkapass: Wie der Flüelapass liegt auch der Furkapass auf der Grand Tour of Switzerland und ist deren höchster Punkt. Die Passstrasse, die das Wallis mit dem Kanton Uri verbindet, ist für ihre zahlreichen Kurven und steilen Anstiege bekannt, die am Ende mit grandiosen Aussichten belohnen. Auf Walliser Seite wartet der Rhonegletscher mit seiner grossen Eisgrotte darauf, erkundet zu werden.

shutterstock_663624649

Gotthardpass: Natürlich darf auch die von jeher wichtige Alpenüberquerung von über den Gotthardpass nicht fehlen. Wenn Sie nicht in Eile sind und den Tunnel meiden wollen, ist diese gut ausgebaute Strecke eine lohnenswerte Alternative. Auf der Abfahrt in den Süden können Sie zwischen der hervorragend erschlossenen neuen Hauptstrecke und der anspruchsvolleren alten Strasse mit Kopfsteinpflaster und zahlreichen Spitzkehren, der sogenannten La Tremola wählen. Diese sollte allerdings vor allem bei schlechtem Wetter Regenwetter/Schnee sehr vorsichtig befahren werden.

7755236782_bbbdb30a09_z
Die anspruchsvolle La Tremola ist auf Abschnitten mit Kopfsteinpflaster gepflastert.

Nufenenpass: Der Nufenenpass stellt als höchste befahrbare Strasse der Schweiz die Verbindung zwischen dem italienisch- und französischsprachigen Teil des Landes dar (der Umbrailpass ist zwar höher, liegt aber nicht nur in der Schweiz). Die Strecke zwischen Airolo und Ulrichen ist nicht nur etwas für Freunde zahlreicher Kurven, sondern bietet grandiose Ausblicke und abwechslungsreiche Landschaften, die vom Val Bedretto im Osten bis zu den Berner Alpen im Westen reichen. Der Pass ist in der Regel von Juni bis Mitte November befahrbar.

shutterstock_1021199365

Simplonpass: Der Simplonpass ist etwas für Geniesser: Nicht nur gilt die Strecke als eine der malerischsten Alpenübergänge, sie verbindet ausserdem das Wallis mit dem italienischen Piemont, einer Hochburg der Gaumenfreuden. Die Strecke ist sehr gut ausgebaut und ist deshalb auch für weniger geübte Passsfahrerinnen und -fahrer ein Genuss.

raphael-schaller-557227-unsplash
Das Hospiz auf dem Simplonpass wurde auf Befehl von Napoleon gebaut. Auch heute wird es noch von Mönchen geführt.

Sustenpass: Unter den beliebtesten und besten Passstrassen der Schweiz landet der Sustenpass dank seiner spektakulären Aussichten und eines gewissen Achterbahn-Feelings häufig an erster Stelle. Unweit des Übergangs lädt auf 2’265 Höhenmetern das Berggasthaus Sustenpass Hospiz zum Verweilen ein. Eine Verschnaufpause ist auf den 45 Kilometern zwischen Wassen im Kanton Uri und Innertkirchen im Berner-Oberland sicher einigen willkommen. Der Sustenpass ist einer der Pässe, dessen Wintersperre am längsten dauert.

shutterstock_528841108
Die Sustenpassstrecke bietet atemberaubende Ausblicke.

Ausgewählte Strecken für Kurvensammler

Für ganz ambitionierte Fahrer und Kurvensammler gibt es einige ausgewählte Strecken, die mehrere Pässe vereinen, die dann je nach Geschwindigkeit nicht mehr an einem Tag erfahrbar sind. Die bekannteste und längste Route ist die bereits erwähnte Grand Tour of Switzerland, die wir Ihnen in einem unserer nächsten Beiträge näher vorstellen werden.

Aber es gibt auch kürzere Strecken, so zum Beispiel die „Pässe-Acht“, bei der die Pässe Susten, Grimsel, Furka, Nufenen und St. Gotthard in Form einer Acht hintereinander befahren werden.

Eine weitere landschaftlich äusserst ansprechende Tour führt über den (hier nicht beschriebenen) Julierpass, Berninapass, Umbrailpass, Ofenpass (ebenfalls nicht beschrieben) und Flüelapass vorbei an St. Moritz, Pontresina und Livigno. Ausgangs- und Zielpunkt dieser Strecke liegt in Davos.