Wach(sam) bleiben (in New York)

Schlechtere Reaktionszeit, Urteilskraft und Sehvermögen. Dies sind nur einige Auswirkungen von Müdigkeit am Steuer. Und alle, die sich müde hinter das Lenkrad zwingen – bei der Arbeit oder spät abends auf dem Heimweg – gefährden sich und andere. Was also lässt sich unternehmen, um Müdigkeit am Steuer zu entdecken und ihr entgegen zu wirken? Das haben wir echte Profis gefragt. Und wer könnte mehr zu diesem Thema wissen als die Taxifahrer in New York, der Stadt, die niemals schläft?

New York. Wer hier überleben will, muss konstant in Bewegung bleiben. Die Stadt ist schmutzig. Laut. Und strotzt vor Leben. Und sie bietet unbegrenzte Möglichkeiten, besungen in Songs und inszeniert in Filmen. Wo ständig so viel Action herrscht, verkommt Schlaf schnell einmal zur Nebensache. Doch Schlafmangel hat bekanntermassen unangenehme Nebenwirkungen; von Gesundheitsschäden bis zu unberechenbarem Verhalten und gefährlichem Fahrstil. Ausreichend lange Ruhephasen sind entscheidend für Konzentration und Produktivität. Und ganz besonders, wenn Arbeit bedeutet, den ganzen Tag oder die ganze Nacht «on the road» zu sein und Taxi zu fahren.

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Wir reisen nach New York, um zu entdecken, wie Taxi-Fahrer am Steuer wach bleiben in der Stadt, die niemals schläft.

Taxi. Taxi!

Wir haben auf unserer Reise mit zahlreichern Fahrern darüber gesprochen, wie sie ihre Taxis sicher durch den oft dichten Verkehr steuern. Manche arbeiten 14 Stunden täglich, denn das niedrige Einkommen und konkurrenzierende Taxi-Apps machen es ihnen schwer, geregelte Arbeitszeiten einzuhalten. Laut Gesetz darf eine Schicht maximal zwölf Stunden dauern. Doch sobald sie eine auch noch so kurze Pause einlegen, springt der Stundenzähler auf dem Fahrtenschreiber wieder auf null. «Wir arbeiten nicht aus Spass so lange am Stück, sondern wegen der wirtschaftlichen Situation», sagt uns einer der ersten Fahrer des Tages.

«Wenn das Taxi steht, verdienen wir nichts, es geht um die gefahrene Strecke».

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«Und doch stehen wir die meiste Zeit still bzw. stecken fest. Im Fahrzeug. Im Verkehr. Zwischen Fahrzeugen, Pendlern, Touristen und Wolkenkratzern hoch über uns».

Doch die Frage ist nicht nur wann, sondern vor allem auch wo sie Pause machen können in dieser riesigen Stadt. Auf der Fahrt die Lexington Avenue hinunter zeigt uns ein Fahrer ein paar der Pausenstandplätze, die es in der Stadt gibt. Aber bei 14’000 Yellow Cabs allein in Manhattan ist es schwer, sich eine solchen zu ergattern, weshalb manche zu den Flughäfen fahren, um sich etwas auszuruhen.

NY 4Vor der Reise nach NYC haben wir mit Mikael Ljung Aust, Driver Behaviour Specialist bei Volvo Cars, über Ruhepausen und sicheres Fahren gesprochen. Laut ihm ist es schwierig zu sagen, wie viel Erholung nach einer langen Schicht am Steuer nötig ist, um sicher weiterzufahren. «Ein Kaffee und ein 15-minütiger Powernap sind schon einmal gut, aber es kommt immer darauf an, wie viel Strecke noch vor einem liegt.»

Beim der Sicherheitsforschung betreffend Müdigkeit am Steuer konzentriert sich Volvo Cars auf zwei Schwerpunkte:

1. Wie bringt man Menschen dazu, bei aufkommender Schläfrigkeit sofort zu handeln und
2. wie erkannt werden kann, ob ein Fahrer sein Fahrzeug nicht mehr aktiv steuert und Hilfe braucht.

«Es ist schwer vorherzusagen, wann jemand einschlafen wird, selbst im Labor bei genauer Überwachung»

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Mikael Ljung Aust Driver Behaviour Specialist bei Volvo Cars

Deshalb konzentriert sich Volvo neben den Schutzsystemen ebenso stark auf die prophylaktische Sicherheit.

Anhalten und Kaffee trinken

Wie also merken die New Yorker Taxifahrer, wann es Zeit für eine Pause ist? Unser zweiter Fahrer erklärte uns, dass er an den Strassenrand fährt, um ein Nickerchen zu machen, sobald seine Augenlider zu zucken beginnen. Er verlässt sich also auf die Signale seines Körpers.

NY 6«Aber», sagt Mikael Ljung Aust, «es ist nicht immer leicht zu unterscheiden, ob man nur ein bisschen müde ist oder zu erschöpft, um weiterzufahren. Dazu kommt, dass man im müden Zustand nicht immer die besten Entscheidungen trifft..»

NY 7Natürlich trägt die Verantwortung immer die Person am Steuer, aber ein «Kopilot» erhöht die Chancen, sicher nach Hause zu kommen, deutlich. Kameras, Laser und Radar überwachen die Bewegung des Fahrzeugs und das Verhalten des Fahrers und sie können schläfrige Fahrer warnen, unterstützen und wecken. Eine dieser Warnungen ist die «Kaffeetasse». Wahrscheinlich ist sie Ihnen schon auf dem Display Ihres Fahrzeugs begegnet. Aber vermutlich dachten Sie, es habe mit Ihrer gefahrenen Strecke zu tun und nicht mit dem Fahrstil. Die Technik dahinter ist aber viel intelligenter – Ihr Fahrstil wird mit einem speziellen Algorithmus abgeglichen, der einen schläfrigen Fahrer simuliert. Er kann Ihnen sogar sagen, wann es Zeit ist, eine Pause einzulegen.

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Eine Tasse Kaffee gefällig?
Sollten wirklich Menschen die Verantwortung tragen, andere Menschen zu befördern?

Konzepte umkrempeln

Unternehmen erkennen zunehmend an, dass in der modernen Bürolandschaft Ruheinseln ebenso wichtig sind wie Besprechungsräume. Der gesamte Arbeitsraum von Taxifahrern ist ihr Fahrzeug. Sie lesen Zeitung beim Warten an der Ampel, essen im Fahrzeug am Strassenrand zu Mittag, wobei potenzielle Fahrgäste das ausgeschaltete Leuchtschild nicht immer akzeptieren. Eine stressige Umgebung. Und wer Stress hat, schläft automatisch weniger. Zusammen mit Zigaretten, Koffein und kurzen Schlafpausen um wach zu bleiben, ist dies riskant und führt zur grundsätzlichen Frage: Sollten wirklich Menschen die Verantwortung tragen, andere Menschen zu befördern? Sogar Flugpiloten schalten direkt nach dem Start auf «Autopilot» um und übernehmen erst wieder bei der Landung, um die Arbeitsbelastung zu reduzieren und einen möglichst sicheren und bequemen Flug für die Passagiere zu gewährleisten. Und es ist bekannt, dass die meisten Unfälle auf der Strasse aufgrund menschlichen Versagens geschehen.

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Die neuste Konzeptstudie von Volvo, der 360c, ist mit moderner, vollautonomer Fahrtechnologie ausgestattet.
 
Fahrerlosen Fahrzeugen mag die Zukunft gehören, und diese wird wahrscheinlich sicherer auch sein. Auf dem Weg nach Brooklyn sagt uns ein Fahrer seine Meinung dazu: «Wer Menschen durch Technik ersetzt, muss dann auch für all diese Leute einen anderen anständigen Job finden.» Beim Aussteigen fragen wir ihn, was für ihn das Beste an seinem Beruf ist. «Man hat mit Menschen zu tun» entgegnet er freundlich und schon ist er mit seinem Yellow Cab wieder auf dem Weg zum nächsten Kunden.

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Drei Wege, wie Volvo dir hilft, wach und in der Spur zu bleiben:

Fahrerwarnsystem

FahrerwarnsystemDas Fahrerwarnsystem Driver Alert Control ist in erster Linie für lange, eintönige Strecken gedacht, wo Ermüdung droht. Es registriert, wenn die Fahrweise allmählich ungleichmässiger wird. Eine Kamera erfasst die Spurmarkierungen und vergleicht sie mit den Lenkbewegungen des Fahrers. Der Fahrer wird gewarnt, wenn das Fahrzeug der Markierung nicht auf gleichmässige Weise folgt.

 

Rastplatz-Guide

RastplatzguideNeue Fahrzeuge von Volvo sind mit einer Reihe von Innovationen ausgestattet, um Fahrer unterwegs wach und konzentriert zu halten. Oft greifen diese Funktionen ineinander. Wenn zum Beispiel das Fahrerwarnsystem erkennt, dass Sie eine Pause brauchen, bietet der Rastplatz-Guide Ihnen Streckeninfos zum nächsten Rastplatz an.

 

Spurhalteassistent

SpurhalteassistentDer Spurhalteassistent erkennt, wenn der Fahrer die Konzentration oder die Kontrolle über das Fahrzeug verliert. Merkt das System, dass der Fahrer die Kontrolle verloren hat, etwa über die Spurmarkierung fährt, lenkt der Spurhalteassistent das Fahrzeug sanft zurück auf die richtige Spur. Reicht dies nicht aus, wird der Fahrer durch Vibrieren des Lenkrads oder einen Warnton alarmiert.

 

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