Aus der Not ist die wohl berühmteste Bergrettung der Welt entstanden, die Air Zermatt.

Seit über 50 Jahren steht die Air Zermatt für Schweizer Innovationsgeist und Präzision, aber auch für wagemutige Piloten und abenteuerliche Rettungsaktionen. Die Pioniere der Bergrettung haben vieles mit unserer Geschichte gemeinsam, in der wir nicht weniger als die Sicherheit des Automobils revolutionierten.

Volvo erfindet 1959 den Dreipunktsicherheitsgurt

„Als Unternehmen mit grosser Verantwortung ist es für die Air Zermatt sehr wichtig, dass auch unsere Partner ihre Verpflichtungen gegenüber der Gesellschaft sehr ernst nehmen. Und das trifft auch bei Volvo eindeutig zu“, sagt Gerold Biner, CEO von Air Zermatt.

Nichts ist wie Zermatt. Zum einen sind da 29 Viertausender, zum anderen aber auch ein autofreies Dorf mit zwei Millionen Hotel-Übernachtungen im Jahr. So pittoresk das Walliser Bergdorf ist und nur noch von der Herrlichkeit des allgegenwärtigen Matterhorns übertroffen wird, so spektakulär ist die Geschichte der Air Zermatt.

Matterhorn in der AbendsonneEs war im Winter 1967: Wie so oft benötigte Zermatt Hilfe von einem Hubschrauber, um verletzte Berggänger zu retten. Doch aus Brig kam wieder mal die Antwort: Das Wetter sei zu schlecht. Dabei schien in Zermatt die Sonne, keine Wolke stand am Himmel. So konnte das nicht weitergehen: Kurzerhand kaufte sich eine Gruppe von Idealisten um Beat H. Perren einen eigenen Helikopter und gründeten im Jahr 1968 die Air Zermatt AG. Nur eine Luftbrücke garantierte die sofortige Rettung von Berg-Sportlern und die Versorgung des Dorfes im Falle einer lawinenbedingten Abgeschnittenheit.

Agusta-Bell 206A Jet Ranger
Im April 1968 flog der Heli vom Typ Agusta-Bell 206A Jet Ranger nach Zermatt, wo er während der ersten Zeit in einer zu kleinen Scheune untergebracht wurde. Schon wenige Tage nach der offiziellen Immatrikulation wurde der erste Rettungseinsatz geflogen.
Air Zermatt Heliport
Auf einem Felsvorsprung am Dorfrand entstand der Heliport, der bis heute Dreh- und Angelpunkt der Air Zermatt ist.

Volvo Schweiz und die Air Zermatt:
Eine Verbindung im Zeichen der Sicherheit

Das Thema Sicherheit ist für uns bei Volvo seit 1966 und dem damals eingeführten Volvo 140 von zentraler Bedeutung. Robuste Stahlprofile schützten den Innenraum und im Dach war ein „Überrollbügel“ für zusätzlichen Schutz im Falle eines Überschlags eingearbeitet. Energieaufnehmende Front- und Heckabschnitte – die so genannten Knautschzonen – waren noch bedeutsamer für die Sicherheit.

Sicherheit ist für uns bei Volvo seit 1966 und dem damals eingeführten Volvo 140 von zentraler Bedeutung.
Eine verschweisste, selbsttragende Ganzstahlkarosserie mit unübertroffener Verwindungssteifigkeit sowie eine steife Bodengruppe und Dachrahmen waren ganz neue Sicherheitsmassnahmen.

Der erste Helikopter in der Schweiz mit einer Rettungswinde

Der erste Helikopter in der Schweiz mit einer Rettungswinde – 1969 kaufte die Air Zermatt einen weiteren Hubschrauber vom Typ “Alouette 3”
Air Zermatt-Crew 1978 vor einer „Alouette 3“

1969 kaufte die Air Zermatt einen weiteren Hubschrauber vom Typ “Alouette 3”. Es handelte sich um den ersten Helikopter in der Schweiz mit einer Rettungswinde. Diese Rettungswinde wurde nicht nur am Matterhorn gebraucht, die Air Zermatt flog auch für die Rega unzählige Einsätze im gesamten Alpenraum.

Übung einer Direktrettungen an gefährlichen Berghängen wie der Eigernordwand
Die Air Zermatt bewies als erste, dass Direktrettungen an gefährlichen Berghängen wie der Eigernordwand möglich sind.
Präzise Landung mit dem Helikopter auf einem noch so kleinen Felsvorsprung.
Genauso wie die präzise Landung auf einem noch so kleinen Felsvorsprung.

Jede Menge Sicherheit im Volvo 140

Der Volvo 140 hatte bereits Dreipunktsicherheitsgurte an allen vier Sitzen, Kopfstützen vorne, Scheiben aus Verbundglas, in das Dach integrierte Überrollbügel, Knautschzonen vorne und hinten, eine Sicherheitslenksäule mit Sollbruchstelle im Motorraum, die Verletzungen des Fahrers bei einem Frontalaufprall vermindern sollte.

Volvo Cars hat den Dreipunktgurt 1959 erfunden.
Nils Bohlin von Volvo Cars hat den Dreipunktgurt 1959 erfunden.

Ein Helikopter für das Hochgebirge

1971 bekam die Air Zermatt Flotte erneut Zuwachs: eine AérospatialeSA-315 B Lama. Dieser auf das Hochgebirge spezialisierte Rettungs- und Transporthelikopter hielt mit einer 12’443 m Flughöhe 30 Jahre lang den absoluten Höhen-Weltrekord und stand für die Air Zermatt jahrzehntelang im Einsatz. Für die speziellen Bedürfnisse entwickelte die Air Zermatt für ihre Helikopter eigenes Zubehör wie Skikörbe, die danach von den meisten Helikopterunternehmen in der Schweiz übernommen wurden.

Im Winter 1972 gelang der Air Zermatt Unglaubliches. Einem Action-Film gleich wurden 72 Passagiere aus einer 240 Meter über dem Grund blockierten Luftseilbahnkabine am Schilthorn gerettet – erstmalig in der Geschichte der Helikopterrettung.

Aérospatiale SA-315 B Lama
1971 war auch jenes Jahr, in welchem dem Pilot Günther Amann auf den Engelhörner die erste Windenrettung in dunkler Nacht und eisigem Schneefall gelang.
Rettung mit einem verlängerten Windeseil von 65 Meter Länge – heute Longline-Rettung genannt.
Auf der Kleinen Scheidegg demonstrierte die Air Zermatt im gleichen Jahr zum ersten Mal die Rettung mit einem verlängerten Windeseil von 65 Meter Länge – heute Longline-Rettung genannt.

Schon im fünften Jahr führte die Air Zermatt die medizinische Erstversorgung in der Helikopterrettung ein.

Ärzte und Anästhesiepfleger, welche die Helikopterbesatzungen auf ihren Rettungseinsätzen begleiten.
Als erstes Schweizer Rettungsunternehmen beschäftigen die Walliser bereits 1973 festangestellte Ärzte und Anästhesiepfleger, welche die Helikopterbesatzungen auf ihren Rettungseinsätzen begleiten.

Als erstes Schweizer Rettungsunternehmen beschäftigen die Walliser bereits 1973 festangestellte Ärzte und Anästhesiepfleger, welche die Helikopterbesatzungen auf ihren Rettungseinsätzen begleiten.Ein radikaler Fortschritt auch bei Volvo Cars

Die wichtigsten Sicherheitsdetails der 140er-Serie waren das dreiecksgeteilte Zweikreis-Bremssystem und die Scheibenbremsen rundum. Ein radikaler Fortschritt für ein Familienfahrzeug, da solche exklusiven Systeme in jener Zeit hauptsächlich Renn- und hochkarätigen Sportwagen vorbehalten blieben. Der Volvo 144 wurde folglich mit Preisen und Auszeichnungen geradezu überhäuft.

Volvo 144 wurde folglich mit Preisen und Auszeichnungen geradezu überhäuft.
In Norwegen, Schweden und Holland wurde er zum „Auto des Jahres“ gekürt, in Deutschland ernannte ihn der Spiegel zum „Spiegel-Auto des Jahres“.

Die viertürige Limousine galt als „sicherstes Automobil der Welt“. Der Werbeslogan „Sicherheit aus Schwedenstahl“ machte die Runde, und in den USA erfüllte der Volvo 144 bereits die neuen Sicherheitsauflagen, noch bevor diese veröffentlicht wurden.

Volvo etablierte sich mit dem 145 zu einem der grossen Kombihersteller.
Ein Jahr später folgte mit dem Volvo 145 ein neuer Fünftürer, mit dem Volvo seinen Ruf als Hersteller hochwertiger Kombis weiter stärkte. Volvo etablierte sich mit dem 145 zu einem der grossen Kombihersteller.

Von 1967 bis 1974 wurden fast 270’000 Einheiten des Volvo 145 produziert. Die gesamte 140er-Serie verkaufte sich weltweit rund 1,35 Millionen Mal.

Volvo präsentierte 1967 den weltweit ersten rückwärts gerichteten Kindersitz und führte Sicherheitsgurte für die Rücksitze ein.
Und auch in Sachen Sicherheit gab es weitere Neuerungen. So präsentierte Volvo 1967 den weltweit ersten rückwärts gerichteten Kindersitz und führte Sicherheitsgurte für die Rücksitze ein.

Volvo Schweiz ist Proud Partner von Air Zermatt, dem Pionier für Luftrettung.

„Wir freuen uns sehr auf die Partnerschaft mit Air Zermatt“, sagt Simon Krappl, Director Marketing von Volvo Schweiz.

Simon Krappl von Volvo Schweiz.
„Das gemeinsame Ziel von Volvo Schweiz und der Air Zermatt, Leben zu schützen und Leben zu retten, ist eine starke Verbindung – sowohl in der Luft wie auch auf der Strasse.“