Polestar Precept: «Ein Manifest für die Zukunft»

Der Polestar Precept hätte auf dem Genfer Autosalon seinen grossen Auftritt gehabt – jetzt wird das Konzeptauto von Polestar im Internet abgefeiert. Das Design sieht nicht nur spektakulär aus, sondern ist vor allem funktional.

Polestar gibt Vollgas; oder besser gesagt voll Strom. Der Polestar 2 steht kaum in den virtuellen Showrooms, schon kommt die Volvo Tochter mit einem neuen Konzept. Und was für einem! Der Polestar Precept wird kein Konzeptfahrzeug bleiben, sondern es ist ein Statement, wie die Zukunft bei Polestar aussehen wird: elektrisch, nachhaltig, digital und schlicht atemberaubend.

Der Polestar hätte im März auf dem Genfer Autosalon seine Premiere feiern sollen. Doch ein digitales Auto braucht sowieso keine analoge Plattform. So wird der Precept im Netz vom Chef persönlich vorgestellt: Thomas Ingenlath, CEO von Polestar. Der ehemalige Design-Chef von Volvo leitet das Tochter-Unternehmen seit 2017.

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Der Precept ist weit mehr als ein Konzept, wie der Polestar-CEO Thomas Ingenlath verrät: «Der Polestar Precept gibt einen Ausblick darauf, in welche Richtung wir uns bewegen: unser einzigartiges Design, unsere Ambitionen im Bereich Nachhaltigkeit sowie das grossartige digitale Nutzererlebnis, die in unseren zukünftigen Autos massgeblich einfliessen werden. Precept steht für unsere Zukunft, die Realität wird und nicht für einen unerfüllbaren Traum oder einen Teil eines Science-Fiction-Films.»


Das Design sieht nicht nur spektakulär aus, sondern ist auch auf aerodynamische Effizienz getrimmt. Der in die Motorhaube integrierte Frontflügel erhöht die Aerodynamik über die gesamte Karosserie und verringert Verwirbelungen. Luftkanäle hinter den Vorderrädern lassen die Luft aus den Radkästen austreten und tragen so zu einer «flächenförmigen Luftströmung» bei. Auch die Bremsen nutzen den Fahrtwind zur Kühlung – durch Luftkanäle vor und hinter den Hinterrädern.

Das auf Android basierte Infotainmentsystem, das im Polestar 2 eingesetzt wird, bekommt im Precept eine weiterentwickelte Version. Das 15-Zoll-Display erkennt zum Beispiel den Fahrer und übernimmt automatisch seine persönliche Einstellungen. Eye-Tracking-Systeme erfassen ausserdem den Blick des Fahrers und steuern die Darstellung auf dem 9-Zoll-Fahrerdisplay: kleiner und detaillierter, wenn der Fahrer auf das Display sieht, grösser und heller, um wichtige Informationen anzuzeigen, wenn der Fahrer auf die Strasse fokussiert ist.

Schon jetzt eine Art «Signature» von Polestar ist die vegane Innenraumausstattung mit recycelten Bestandteilen, die es bereits im Polestar 2 gibt. Die Sitze und der Himmel bestehen aus rezyklierten PET-Flaschen. Die Sitze werden aus einem einzigen Faden im 3D-Verfahren gestrickt, um möglichst wenig Material zu verbrauchen. Die Bodenbeläge werden ebenfalls aus recycelten Fischernetzen hergestellt.

Gemeinsam mit dem Schweizer Unternehmen Bcomp arbeitete Polestar ausserdem an einem aus Flachs hergestellten Verbundwerkstoffs, der als Ersatz für Kunststoffe verwendet wird. Damit kann das Gewicht der Innenraumverkleidung um bis zu 50 Prozent verringert werden. Von diesem Naturstoff wird man noch viel hören.


Ob und wann die Sportlimousine als Serienfahrzeug auf den Markt kommt, ist noch nicht bekannt. Aber eines ist klar: Die E-Zukunft wird atemberaubend.

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