Reiter der Apokalypse: Phil Mouls Mad Max Volvo 242 GT

Nein, das ist kein Volvo 242 nach einem Crash-Test, sondern ein liebevoll restaurierter Veteran. Das verlotterte Äussere täuscht – vielmehr ist es ein «Wolfo im Schafspelz».

Eigentlich ist die Volvo 240er-Reihe vor allem für eines bekannt: Sicherheit. Seit Anfang der 1970er-Jahre bis Mitte der 1990er-Jahre galten die 240er-Modelle als Sicherheitsstandard der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA. Selbst dieser Volvo 242 GT ist so sicher im Strassenverkehr unterwegs, wie man es von einem Volvo erwartet. Auch wenn Phil Mouls Volvo äusserlich nicht den Eindruck macht, besteht er jeden Sicherheitscheck. Schon oft wurde er von der Polizei rausgewinkt, die sich vom Äusseren täuschen liessen.

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Schön, sicher und schnell: Schon im originalen Zustand ist der zweitürige Volvo 242 – insbesondere in der GT-Version – ein beliebtes Sammlerauto. Eigentlich wäre auch dieser Volvo 242 GT mit Jahrgang 1979 für ein gemächliches Veteranenleben bestimmt gewesen. Das wollte sein Besitzer Phil Moul ursprünglich sogar, als er den Oldie 2012 kaufte. Doch dann überkam ihn der Drang nach mehr Power und weniger … ähm … Karosserie.

So bekam bereits der Original-Motor des Volvo 242 GT einige Power-Updates und Turbo-Setups. Das reichte Phil Moul irgendwann nicht mehr. Es wuchs in ihm der Wunsch nach mehr Leistung – viel mehr Leistung. Ein Inserat auf Craigslist brachte den Schrauber schliesslich auf die Idee, dem Veteran ein neues Herz zu einzupflanzen. Aus einem verunfallten 2014er-Mustang GT bekam er einen ziemlich frischen 420 PS starken, 5,0-Liter-Coyote-V8-Motor mit Steuergerät und Kabelbaum sowie ein 6-Gang-Getriebe. Diese Kraft wollte Phil der originalen Hinterachse nicht zumuten, so dass er sich für die Hinterachse eines Ford Explorers entschied. Der Einbau des V8-Motors in den für einen Vierzylinder vorgesehenen Motorraum ging nicht mal schlecht, obwohl die Motorhalterungen leicht versetzt werden mussten.

Schon bevor Phil das Sportherz des Mustangs verpflanzte, hat sich der schicke Zweitürer allmählich in das verwandelt, was er heute ist. Phil Moul begann erst damit, die Kotflügel zu zerschneiden und zusätzliche Bleche einzusetzen, um dem Auto ein breites und bedrohliches Aussehen zu verleihen. Nichts ist zufällig, jedes Detail sorgfältig ausgesucht, auch wenn dies auf den ersten Blick nicht so aussieht. Was meinst du zu Phils Mad Max Volvo?

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Bilder: zur Verfügung gestellt, © Brendan McAleer, www.hagerty.com