Mit Lidar-Sensoren auf dem Weg zum autonomen Fahren

Willkommen in der Zukunft: Die nächste Volvo Modellgeneration wird bereits die auf Laserimpulsen basierte Sensor-Technologie nutzen.

Volvo Cars vertieft ihre Partnerschaft mit dem US-Technologieunternehmen Luminar. Mit der noch engeren Zusammenarbeit mit dem Silicon-Valley-Startup werden neue Sicherheits- und Technikstandards gesetzt. Ausserdem ebnet die Lidar-Technologie den Weg für das vollautonome Fahren. Wie das funktioniert?

Die leistungsstarken Lidar-Sensoren von Luminar senden Millionen von Laserlichtimpulsen aus, um Objekte und deren Standorte genau zu erkennen. Dafür wird die Umgebung dreidimensional abgetastet und eine temporäre Echtzeitkarte erstellt, ohne dass eine Internetverbindung erforderlich ist. Die Lidar-Technologie von Luminar bildet dabei die Grundlage für eine sichere Navigation und die Wahrnehmung von Hindernissen sowie anderen Objekten – selbst in komplexen Umgebungen bei hohen Geschwindigkeiten.

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Das ist keine Science-Fiction: Für den neu entwickelten «Highway Pilot» wird die Sensortechnik von Luminar mit autonomer Antriebssoftware sowie Kameras, Radargeräten und Back-up-Systemen für Lenkung, Bremsen und Batterieleistung kombiniert – allesamt Features, die in künftig selbstfahrenden Volvo Fahrzeugen zum Einsatz kommen. Ihr Zusammenspiel legt das Fundament für sicheres, vollautonomes Fahren auf Autobahnen.

«Bald wird ein Volvo in der Lage sein, autonom auf Autobahnen zu fahren, wenn das Fahrzeug entscheidet, dass dies sicher ist», ist Henrik Green, Chief Technology Officer (CTO) bei Volvo Cars, überzeugt. «Dann übernimmt der Volvo die Verantwortung für das Fahren. Der Fahrer kann sich entspannen, den Blick von der Strasse und die Hände vom Lenkrad nehmen. Die Bereiche, in denen das Fahrzeug selbstständig unterwegs ist, können durch «over the air»-Updates erweitert werden, denn eine sichere Einführung des autonomen Fahrens kann für uns nur sukzessive erfolgen.»

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Wie LiDAR die Autobahn wahrnimmt

Die Technologie verbessert aber auch künftige Fahrassistenzsysteme (Advanced Driver Assistance Systems – ADAS), weshalb Volvo Cars eine serienmässige Einführung von Lidar-Sensoren plant. Bereits die nächste Generation von Volvo Modellen, die ab 2022 auf der modularen Fahrzeugarchitektur SPA 2 aufbaut, wird Lidar-Technologie nutzen. Die mit Laserimpulsen arbeitenden Sensoren werden ins Fahrzeugdach integriert.


«Das autonome Fahren kann viele Menschenleben retten, wenn es verantwortungsvoll und sicher eingeführt wird», erklärt Henrik Green. «Wenn unsere Autos in Zukunft selbst sichere Entscheidungen treffen können, ist das ein wichtiger Schritt in diese Richtung.»

Mit der engeren Zusammenarbeit wollen Volvo Cars und Luminar auch eine zunehmende Industrialisierung und Validierung der Lidar-Technologie für die Serienproduktion sicherstellen. Volvo Cars hat deshalb eine Vereinbarung zur möglichen Erhöhung seiner Minderheitsbeteiligung an Luminar unterzeichnet. Für das im Silicon Valley ansässige Unternehmen ist die Partnerschaft mit Volvo Cars ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Serienproduktion. Nur so lassen sich die erforderlichen Skaleneffekte erzielen, um die neue Technologie grossflächig in die Automobilindustrie zu bringen.

«Volvo Cars gilt als Pionier der Fahrzeugsicherheit und hat die Standardisierung der fortschrittlichsten lebensrettenden Technologien in der gesamten Branche vorangetrieben», sagte Austin Russell, Gründer und CEO von Luminar. «Die nächste Ära der Sicherheit ist das autonome Fahren und wieder einmal hat Volvo Cars mit einem wichtigen Meilenstein in der Branche die Führung übernommen. Wir haben die wichtigsten Herausforderungen in Bezug auf Kosten, Leistung und Autonomie gelöst, um eine Serienproduktion zu ermöglichen. Gemeinsam mit Volvo Cars machen wir diese neue Technologie der Welt zugänglich.»