«Ich versuche, etwas von dieser Entschleunigung mitzunehmen»

Friend of Volvo Manu Burkart verrät uns im Interview, welche positiven Erfahrungen er aus dem Frühling in den Sommer mitnehmen will.

Wo verbringst du deinen Sommer?
Wie viele andere möchten auch wir vorwiegend in der Schweiz bleiben, den hiesigen Tourismus beleben und unterstützen. Zwei Wochen auf der Melchsee-Frutt sind geplant. Wieso genau dort? Ich liebe diesen Ort oberhalb der Baumgrenze. Viele Kindheitserinnerungen schwingen mit, da wir über ein Jahrzehnt lang die Skiferien dort verbrachten. Hat das etwas mit der aktuellen Situation zu tun? Wie gesagt, ich möchte meinen Teil dazu beitragen, der Schweizer Wirtschaft und dem Tourismus wieder auf die Beine zu helfen.


Was ist der grösste Unterschied zur «normalen» Ferienplanung?
Das ganze Ding mit dem Viel-Fliegen beschäftigt mich schon seit längerem. Ich werde nie komplett auf das Fliegen verzichten wollen, aber es etwas bewusster und weniger oft zu tun, empfinde ich als richtigen Ansatz.

Bist du eher ein Spontan-Reiser?
Grössere Reisen planen wir recht weit im Voraus. Kleinere Trips entscheiden wir oft erst einen Tag vorher.

Wie reist du an dein Ziel?
Meistens mit meinem Volvo XC60 T8. Zwar möchte ich den ÖV eigentlich schon lange mehr nutzen, mit dem Auto sind wir aber so genial unabhängig.

Volvo_XC60
Bist du in der Ferienplanung frei oder musst du Rücksicht nehmen?
Wir müssen natürlich die Schulferien berücksichtigen. Das war schon geil, als die Kids noch nicht schulpflichtig waren, als man spontan – egal zu welcher Zeit – einfach losreisen konnte.

Was ist der grösste Unterschied zu anderen Jahren?
Ich finde, das ist eine persönliche, sehr ideologische Frage, bei der jeder für sich herausfinden muss, welche Schlüsse er oder sie aus dieser Krisenzeit ziehen will. Ich persönlich versuche, etwas von dieser Entschleunigung mitzunehmen. Als Teil dieser krass leistungsorientierten, vorwärts treibenden, schnelllebigen Gesellschaft möchte ich dem in einer Form entgegenwirken.

Wie stark beeinflusst die Absage aller Grossanlässe deinen Sommer?
Das tut schon weh, weil ich eigentlich gerne an Grossanlässe gehe. Das Mittelalter-Festival, die Highland-Games und Open-Air-Konzerte waren immer auf meinem Programm. Dieses Jahr darauf zu verzichten, fällt mir trotzdem nicht sonderlich schwer, auch wenn es extrem schade ist.

Hast du einen Tipp, den man sich zu Herzen nehmen sollte?
Mich beeindruckten die Bilder in den Medien von der zwischenzeitlich aufatmenden Natur: das glasklare Wasser in Venedig, Delfine im Hafen von Cagliari, die verschwundenen Smog-Decken über den Grossstädten. Es weckt in uns allen hoffentlich das Bewusstsein, auf welch krasser Überholspur die Menschheit gelebt hat und lebt. Der Umwelt zuliebe eine Handlung – sei es eine Autofahrt oder ein Flug in den Urlaub – vielleicht zwei Mal zu überdenken, lohnt sich. Es muss nicht radikal sein. Wenn nur jeder schon etwas mehr «verzichtet», kann sich das positiv auf das Ganze auswirken.

Titelbild: © René Tanner / festhalter.ch